Weingarten – Für das Jahr 2024 hat die RWU den indischen Studenten Aditya Date mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet und übergibt den International Student Award an Zion Smuts aus Südafrika. Beide werden für ihre herausragenden interkulturellen und studentischen Engagements geehrt. Professor Dr. Michael Pfeffer, Prorektor für Forschung, Internationales und Transfer, überreicht die Urkunden.
Aditya Date ist in den letzten Zügen seines „Mechatronics“ Masterstudiengangs und schreibt aktuell seine Abschlussarbeit bei der Volkswagen Gruppe. Ab August möchte er dann ins Berufsleben in Deutschland einsteigen. Der junge Student glänzt mit einem Einser-Schnitt und hat es geschafft, sein Studium nebenbei selbst zu finanzieren. Er hat als Werkstudent in München und als Studentische Hilfskraft im Sprachenzentrum der RWU gearbeitet. Als Mitglied des Council of Indian Students und im Internationalen Referat des AStA hat Aditya Date diverse Veranstaltung organisiert. Darunter waren die „Prom Night“ und traditionelle indische Feste wie Holi und Diwali – kulturelle Erlebnisse für deutsche und internationale Studierende. Außerdem war er dreimal Student Buddy. „Ich war selbst internationaler Studierender und weiß wie schwer es am Anfang ist sich in Deutschland zurechtzufinden. Deshalb wollte ich andere Studierende unterstützen.“
Einsatz für gelebte Interkulturalität
Zion Smuts studiert im vierten Semester seines Bachelorstudiengangs „E-Mobility and Green Energy“ und ist über seine Fächergrenzen hinaus unter den Studierenden bekannt. Der Preisträger netzwerkt gerne und engagiert sich seit zwei Jahren für das Miteinander und mehr Weltoffenheit an der RWU. Bereits dreimal war er Co-Trainer des „Intercultural Sensitization“-Seminars des Sprachenzentrums der RWU. Im Kurs schult Zion Smuts Teilnehmende für die Wahrnehmung von kultureller Andersartigkeit. Dort werden außerdem die bessere Integration von ausländischen Studierenden und der Austausch unter deutschen und nicht deutschen Studierenden gefördert. Gemeinsam mit zwei Kommilitonen hat er zudem das „Rover2Mars“-Projekt der Hochschule wiederbelebt und ist jetzt sogar Leiter des „Mechanics“-Teams. Neben dem Studium und den hochschulinternen Projekten spielt er auch im lokalen Rugby-Verein.
Engagement als Brücke zwischen Kulturen
Prorektor Michael Pfeffer lobt nicht nur das Engagement der beiden Preisträger, sondern auch ihren Willen sich sprachlich und kulturell an der RWU und in Deutschland einzubringen. „Ich schätze es sehr, wenn Studierende Eigeninitiative zeigen und beide verkörpern den Idealtypus für unsere Hochschule: eine Brücke zwischen ihrer eigenen Kultur und unserer – und das mit bemerkenswert guten Deutschkenntnissen.“ Die beiden Studierenden nehmen die Auszeichnung mit großer Dankbarkeit entgegen, doch sie verstehen sie nicht als Endpunkt, sondern als Ansporn für ihren weiteren Weg. „Der Preis ist eine Motivation weiterzumachen mit dem sozialen Engagement und im Studium das Beste aus mir herauszuholen“, fasst Zion zusammen.
Über die Preise
Der DAAD-Preis ist eine Auszeichnung für ausländische Studierende, die sich sowohl durch besondere akademische Leistungen als auch bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement auszeichnen. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gestiftet.
Der International Student Award würdigt Personen unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit oder Gruppen, die sich auf besondere Art und Weise um das Miteinander und die Toleranz sowie um das Bewusstsein für unterschiedliche Kulturen und Traditionen einsetzen. Der International Student Award ist mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert, gesponsert vom Förderverein der RWU.
Text: Ramona Herrmann / Kathrin Wöhrle